Hochwasserschutz Hagenmattbach, Root

Bauherrschaft:

Kanton Luzern

Realisierung:

April bis August 2026

Auslöser:

Im vorliegenden Abschnitt des Hagenmattbachs besteht aktuell ein Schutzdefizit. Die Kapazität des Gerinnes und der drei Betonrohr-Durchlässe reicht nicht aus, um ein 100-jährliches Hochwasserereignis ohne Wasser- und Sedimentaustritte abzuleiten. Das Gerinne ist vielerorts zu klein dimensioniert und an den Durchlässen bilden sich Verklausungen. Auflandungen in den flacheren Abschnitten im Gerinne führen zusätzlich zu Kapazitätsengpässen.

Der Neubau des Schulhauses unterhalb des Hagenmattbachs war ein zusätzlicher Anlass, das Gerinne hochwassersicher auszubauen, so dass unterhalb keine weiteren Objektschutzmassnahmen geplant werden mussten.

Massnahmen:

Im oberen Teil des ca. 200 m langen Abschnitts ist es aufgrund des relativ grossen Längsgefälles möglich, die Gerinnekapazität durch eine Sohlverbreiterung zu erhöhen. Der bereits steile Hang auf der linken Seite wird mehrheitlich belassen und das Gerinne zur rechten Seite hin verbreitert.

Im mittleren, eher flachen Teil wird die Oberwilstrasse um 0.5 bis 1.0 m angehoben und damit ein höherer Abschlussdamm für das Gerinne geschaffen.

Auf dem ebenfalls flachen letzten Teil bis zur Einmündung in den Wilbach wird ebenfalls ein Damm auf die nötige Höhe geschüttet, um Ausbrüche zu verhindern. Der restliche Raum wird für ökologische Aufwertungen genutzt.

Weiter werden die drei bestehenden Betondurchlässe durch Maulprofile aus Wellstahl ersetzt, um einerseits die Kapazität zu erhöhen und andererseits auch Kleintieren das Queren der Strasse besser zu ermöglichen. Neben den hochwasserschutztechnischen Verbesserungen schafft eine abwechslungsreiche Gestaltung der Sohle sowie der Böschungen die Voraussetzungen für eine Vielfalt an Lebensräumen auf begrenztem Platz.

Unsere Arbeiten:

  • Erarbeitung des Bau- und Auflageprojekts
  • Ausschreibungen
  • Ausführungsprojekt und Realisierung (örtliche und fachliche Bauleitung)

Herausforderungen:

  • Umleitungen für Fussgänger während gesamter Bauzeit, Totalsperrung
  • Einbau Stützwand zur Sicherung der neuen Strasse
  • Diverse Werkleitungsquerungen
  • Logistik und Einbau der langen Wellstahldurchlässe